Dienstversammlung der Jugendfeuerwehr im Landkreis Karlsruhe in Unteröwisheim (Kraichtal)

Herausforderungen und Chancen für die Zukunft

Erfolgreiche Wahlen mehrerer Fachgebiete

Zur diesjährigen Dienstversammlung der Jugendfeuerwehrwarte konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Jan Becker 106 stimmberechtigte Vertreterinnen und Vertreter der Jugendfeuerwehrführungen sowie die 34 Jugendsprecherinnen und Jugendsprecher in der Horst-Kochendörfer-Halle im Stadtteil Unteröwisheim der Stadt Kraichtal begrüßen. Zahlreiche Gäste wie der Erste Landesbeamte und stellvertretender Landrat Knut Bühler, Bürgermeister der Stadt Kraichtal Tobias Borho, der Kreisbrandmeister Jürgen Bordt, die stellvertretenden Kreisbrandmeister Bertram Maier und Dominik Wolf, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Eckard Helms, die stellvertretende Verbandsvorsitzende Agathe Meinzer sowie weitere Funktionsträger aus der Kreisfeuerwehr machten der Jugendfeuerwehr im Landkreis Karlsruhe ihre Aufwartung.

Besondere Begrüßungsworte richtete Becker an den Hausherrn, Bürgermeister Tobias Borho sowie an die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kraichtal unter ihrem Kommandanten Matthias Bauer für die großartige Gastfreundschaft und die große Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung. Dankenswerterweise hat die Stadt Kraichtal alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie alle Gäste zu einem Imbiss zu Beginn der Versammlung eingeladen.

Zu Beginn unterhielt der Musikverein Oberövisheim unter Leitung von Dirigent Sebastian Hotz mit traditionellen Musikstücken die Versammlung. 

Bei der anschließenden Totenehrung erhoben sich alle Anwesenden und gedachten aller verstorbenen Jugendfeuerwehrangehörigen, die in Ausübung ihres Dienstes verstorben sind. Namentlich genannt wurden Herr Emilian Rez, Angehöriger der Jugendfeuerwehr Ubstadt-Weiher und Herr Frank Luckenbach, Kreisjugendfeuerwehrwart der Kreisjugendfeuerwehr im Landkreis Rems-Murr. Die Jugendfeuerwehr im Landkreis Karlsruhe wird ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

Im anschließenden Podiumsgespräch zum Thema „Herausforderungen bei Katastrophen und Krisen“ zwischen den beiden Kreisjugendsprecherinnen Alina Lühr und Ronja Köhn und dem erstem Landesbeamten Knut Bühler und Bürgermeister Tobias Borho wurde den Anwesenden die Unterschiedlichkeiten von lokaler und regionaler Katastrophenvorsorge aufgezeigt. Weiter wurden die beiden Gäste von den Kreisjugendsprecherinnen anhand des neu herausgegeben Ratgebers „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ über ihren persönlichen vorhandenen Notvorrat für zuhause befragt. 

Bürgermeister Tobias Borho zeigte sich außerdem hocherfreut, dass so zahlreiche Angehörigen der Jugendfeuerwehr den Weg nach Kraichtal gefunden haben. In launigen Worten berichtete er unter anderem über die Herausforderungen insbesondere bei der kommunalen Notfallvorsorge einer großen Flächengemeinde mit insgesamt 9 Stadtteilen. 

Erster Landesbeamter Knut Bühler zeigte sich zuversichtlich, dass es zu mindestens bei den Angehörigen der Jugendfeuerwehren im Landkreis Karlsruhe zu keinerlei Problemen beim Erkennen der Alarmierungen im Katastrophenfall kommen sollte.

Eckardt Helms, Verbandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Karlsruhe dankte in seinem Grußwort allen Mitgliedern der Kreisjugendfeuerwehrführung für ihre wichtige Arbeit, wie bei den Jugendfeuerwehrwartinnen und- warten und dem gesamten Jugendfeuerwehrbetreuerteam für die erfolgreiche Arbeit auf Ortsebene. Helms bezeichnete dies als die beste Zukunftssicherung des überwiegend ehrenamtlich organisierten Feuerwehrwesens in unserem Land. Helms hob in seinen Worten den herausragenden Wert des vergangenen Kreiszeltlagers in Ettlingen hervor und hofft auf eine baldige Zusage von einer oder mehreren Landkreiskommunen, als Gastgeber für das kommende Kreiszeltlager im Jahr 2027.

In den Berichten der Kreisjugendfeuerwehrleitung blickten Kreisjugendfeuerwehrwart Jan Becker, seine Stellvertreterin Simone Speck und sein Stellvertreter Manfred Wolf auf das vergangene Jahr zurück. Höhepunkt war das Kreiszeltlager in Ettlingen. Hier wurde auch das Jubiläum zu 50 Jahre Jugendfeuerwehr im Landkreis Karlsruhe gebührend gefeiert. Weiter berichtete Becker über die beeindruckenden Verbrauchszahlen des 15-köpfigen Sanitätszuges der Jugendfeuerwehr während des 6-tägigen Kreiszeltlagers: „423 Einsätze mit 934 Einsatzstunden wurden erfolgreich abgearbeitet, für die Behandlung wurde insgesamt 81 kg Eis benötigt.“

Aus der Jahresstatistik berichtete Becker über die weiterhin gute Entwicklung der Mitgliederzahlen. In den 92 Jugendfeuerwehren und den 31 Kinderfeuerwehren waren zum Stichtag 31. Dezember 2025 2.397 Kinder und Jugendliche aktiv. Aus den Jugendfeuerwehren im Landkreis konnten 102 neue Mitglieder in die Einsatzabteilungen der Landkreisfeuerwehren übergeben werden. 

Fachgebietsleiter Lager und Fahrten Steffen Machhold ließ in kurzen Worten das vergangene Kreiszeltlager in Ettlingen Revue passieren. Er hob den großen Stellenwert eines Jugendfeuerwehrlagers für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen hervor und zollte der gastgebenden Stadt Ettlingen und der Freiwilligen Feuerwehr Ettlingen seinen großen Respekt für diese überragende Gemeinschaftsleistung.

Die beiden Kreisjugendsprecherinnen Alina Lühr und Ronja Köhn gaben einen Einblick in die Arbeit der Kreisjugendsprecher und berichtete unter anderem über die stattgefundenen Treffen im Kreisjugendforum.

Geordnete Finanzen hörte die Versammlung aus dem Finanzbericht von Fachgebietsleiter Timo Spitz. Kassenprüfer Reiner Krempel bestätigte eine korrekte und vorbildliche Führung und die Versammlung konnte die einstimmige Entlastung für alle Verantwortlichen gewähren.

Bei den anstehenden Wahlen wurde der bisherige Fachgebietsleiter Ausbildung Patric Paulus aus Karlsdorf-Neuthard in seinem Amt mit überwältigender Mehrheit von den Wahlberechtigten bestätigt, er tritt damit seine dritte Amtszeit an. Neu gewählt wurde Fabian Zengerle aus Walzbachtal, er wurde einstimmig als Leiter des neu geschaffenen Fachgebiets Digitale Kommunikation gewählt. Wieder gewählt wurde Laura Eggensperger aus Östringen einstimmig als Kassenprüferin.

Bei den abschließenden Ehrungen wurden die beiden ehemaligen Jugendsprecher und jetzigen Fachgebietsleiter Katharina Wolf aus Bruchsal (Fachgebiet Jugendforum) und Steffen Machhold aus Stutensee (Fachgebiet Lager und Fahrten) mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr in Silber für ihr jahrelanges Engagement für die Jugendfeuerwehr im Landkreis Karlsruhe ausgezeichnet.

Sichtlich überrascht wurden erster Landesbeamter und stellvertretender Landrat Knut Bühler als langjähriger Unterstützer der Kreisjugendfeuerwehr mit der Überreichung der Floriansplakette der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg sowie Kreisbrandmeister Jürgen Bordt mit der silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg für sein mehrere Jahrzehntelanges Wirken im Haupt – und Ehrenamt für die Jugendfeuerwehr im Landkreis Karlsruhe. 

Bericht und Bilder: rre